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SpielmannszugEine Abteilung verabschiedet sich – Der Spielmannszug des TV Nach über 32 Jahren löst sich der Spielmannszug des TV „Frohsinn“ Gönnheim wegen Nachwuchsmangels leider auf. Ein musikalischer Bestandteil der Gemeinde Gönnheim wird dann nicht mehr bei so vielen örtlichen und außerörtlichen Veranstaltungen und Anlässen seine Visitenkarte abgeben. Dabei hat alles mit einer Idee von Emil Seifried angefangen. Er war 1978 der Meinung, dass man so einen Spielmannszug gründen könne. Emil war und ist schon immer ein Mann nicht nur Ideen sondern auch der Taten. Er hat unseren Karl Böckler mehrfach angesprochen, bis der sich breitschlagen lies. Karl ist bis heute noch immer Abteilungsleiter. Mit Rundschreiben an alle Haushalte der Gemeinde wurden letztlich 50 Bürger aktiviert. Aber ohne Instrumente kann man keine Musik machen. Wieder war Emil unheimlich aktiv und bald konnte man mit Paradetrommeln, Landsknechttrommeln, Querflöten, Fanfaren , Pauken und Becken einen Anfang starten. Mit Jakob Gremmelmeier fand man einen geeigneten Ausbilder für die vielen Anfänger. Natürlich schrumpfte man etwas, es waren ja auch viele Übungsstunden nötig. Dann gab es nach 6 Monaten den ersten Auftritt anlässlich des 40. Geburtstages von Emil Seifried. Am 21. August 1982 spielte man erstmals in Uniform anläßlich der Gönnheimer Kerwe mit einem Marsch durch unser Dorf auf. ![]() „Spielmanns- und Fanfarenzug TV Frohsinn Gönnheim“ stand auf dem Überhänger auf der Brust. Im September 1982 veranstaltete wir das 1. Musikfest mit einem Freundschaftstreffen auf unserem Platz. Diese Musikfeste waren ebenfalls Höhepunkte in den nächsten Jahren. ![]() Jakob Gremmelmeier schied 1984 aus und mit Karl Heinz Brecht wurde ein neuer Stabführer gewonnen. Der Musikstil wurde geändert und statt Fanfaren wurden B-Trompeten angeschafft. Dadurch veränderte sich viel, mit mehr Flexibilität und Abwechslung im Repertoire freuten wir uns alle auf diese Auftritte. Durch Erweiterung eines Schlagzeuges gewannen wir an Attraktivität. Die Auftritte während der Gönnheimer Kutschenfahrt bleiben mir noch heute so sehr in Erinnerung, dass ich heute noch Gänsehaut bekomme. Ich stand damals als Sprecher oft auf dem Weinprobierstand. Unser Spielmannszug konnte damals sehr gut mit den „Bockenheimern“, als dem Klassemusikzug aus der Region in jeder Beziehung mithalten. Es bleibt für mich ein besonderes Erlebnis. Die Uniformen wurden 1985 modernisiert. Schwarze Hose, schwares Hemd, weiße Krawatte und rotes Sakko sorgten für ein neues Outfit. Damit fiel man überall positiv auf. Der Ruf unseres Musikzuges führte 1986 sogar für zwei Tage in die Nähe von Paris. Es gab natürlich auch Rückschläge. Im Juli 87 trat Karl Heinz Brecht aus dem TV aus und mit ihm gingen 9 weitere Musiker. Für kurze Zeit ging Sylvia Rasokat- Hopp in die Verantwortung, die 1988 von Marco Haag abgelöst wurde. Das Instrumentarium wurde um ein Saxophon und 3 Tenorhörner erweitert. Mit diesen Neuerungen feierte man am „Tag des Sports“ sein 10jähriges Jubiläum mit Freunden aus Bockenheim und Olsbrücken. Hans Feldner (+) hat mit viel Engament 1989 über den Kegelbahn dann 3 Räume ausgebaut, die vom Spielmannszug als Aufbewahrungsraum und Übungsraum genutzt werden konnten. ![]() Natürlich hatte unsere Abteilung auch ihre Tiefen. Spielerabgänge, Bundeswehr Übungsmüdigkeit stellten den Spielbetrieb zeitweise ernsthaft in Frage. ![]() Erst als im Mai 1995 sieben neue Spieler sich uns anschlossen, ging es wieder aufwärts. Wir konnten wieder auftreten. Dann kam im Frühjahr 97 Horst Janel als Stabsleiter und es lief alles wieder in geordneten Bahnen. ![]() Wir entwickelten bei dieser Besetzung als kleine Blaskappelle. Der Nachwuchsmangel war für uns ein permanentes Thema. ![]() Da sich keine Neueintritte trotz intensiver Bemühungen bei uns einfanden, muss man bei zunehmender Überalterung Konsequenzen ziehen. Der Spielmannszug wird am 31. Dezember 2011 aufhören. Schade. Ich darf mich im Namen des TV „Frohsinn“ Gönnheim bei allen aktiven und ehemaligen Musikanten, Stabsleitern und Gönnern unseres Spielmannszuges ganz herzlich für schöne, besondere und begeisternde Auftritte bedanken. Mit über 800 Auftritten war diese Abteilung eines der Aushängeschilder des TV und der Weingemeinde Gönnheim. Mein Dank gilt ganz besonders dem Abteilungsleiter Karl Böckler. Er ist der Mann der ersten Stunde und heute mit seinen 82 Jahren noch immer pflichtbewusst und zuverlässig an der Seite seiner Musiker. Danke Karl. Danke an alle noch aktiven und ehemaligen Musikanten. Eberhard Linke ![]() ![]() ![]() ![]() |
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